ICM und Bubble: Risiko anhand des erwarteten Preisgelds

Was ICM schätzt
ICM, Independent Chip Model, schätzt erwartetes Preisgeld anhand aller Stacks und der Auszahlungsstruktur. Es ist kein sofortiger Auszahlungswert der Chips. Bei gestaffelten Preisen können Chip-EV und Preisgeld-EV voneinander abweichen; ICM allein wählt keine Aktionen und berechnet kein Nash-Gleichgewicht.
Bubble und Risikoprämie
An der Bubble beeinflusst das Risiko des Ausscheidens und einer verpassten nahen Auszahlung die Entscheidung. Die Risikoprämie beschreibt zusätzliche benötigte Equity gegenüber einer reinen Chip-EV-Rechnung. Sie verlangt nicht von allen dieselbe Verengung der Calls und Erweiterung der Opens.
Wer wen unter Druck setzt
Ein Stack, der mehrere Gegner abdeckt, kann Druck ausüben, riskiert aber selbst gegen einen anderen großen Stack. Ein mittlerer Stack kann bei noch kürzeren verbleibenden Spielern stark unter Druck stehen. Auch ein Shortstack muss je nach Blinds, Antes und Fold Equity angreifen: Abwarten ist nicht immer optimal.
Final Table und Modellgrenzen
Der ICM-Effekt ist nicht zwingend am Final Table am größten. Vergleiche Auszahlungen, Stackverteilung und Zustände nach jeder Aktion. Standardmäßiges statisches ICM berücksichtigt Spielstärke sowie zukünftige Positionen und Blinds nicht direkt; Bountys benötigen eine Erweiterung. Die festen Preflop-Tabellen und der Heads-up-Postflop-Solver dieser Website sind kein ICM-Solver.